Sie möchten anhand Ihrer Preisangaben einen Rohgewinn ermitteln und diesen z. B. auswerten.
Der Rohgewinn ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und einem Beschaffungspreis (Durchschnittspreis, Einstandspreis, Verrechnungspreis oder der letzte Einstandspreis).
In den Stammdaten der Artikelart können verschiedene Prioritäten für die Berechnung des Rohgewinns hinterlegt werden.
Wenn der Rohgewinn errechnet werden soll, wird geprüft, ob ein Verrechnungspreis vorhanden ist. Ist er vorhanden, wird der Rohgewinn über den Verrechnungspreis ermittelt.
Ist kein Verrechnungspreis vorhanden, wird der Rohgewinn mit dem Durchschnittspreis berechnet.
Was passiert, wenn es nur eine Priorität gibt, diese aber nicht vorhanden ist?
Dann wird nach dem 'Niederstwertprinzip' verfahren, d.h. es wird der niedrigste Preis für die Rohgewinnermittlung herangezogen:
| Verkaufspreis | 188,16 Euro |
| Einstandspreis | 109,70 Euro |
| Letzter Einstandspreis | kein Preis |
| Verrechnungspreis | 99,00 Euro |
| Durchschnittspreis | kein Preis |
In diesem Falle würde der Verrechnungspreis zur Ermittlung des Rohgewinns herangezogen, da dieser den niedrigsten Wert hat und würde 47,39% betragen (188,16 Euro - 99,00 Euro x 100 : 188,16 Euro)
Wichtig ist, dass Sie darauf achten, ob die Verkaufspreise brutto oder netto sind. Verkaufspreise müssen bei dieser Berechnungsart immer netto sein. Andernfalls muss zuerst die Mehrwertsteuer herausgerechnet werden.
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